Vorne
Ich hatte gedacht, ich hätte schon jeden Spruch, der gut in eine Coaching-Sitzung passt, gehört.
Und dann bekomme ich den folgenden gleich zweimal in einer Woche in unterschiedlichen Zusammenhängen präsentiert:
„Die Windschutzscheibe ist größer als der Rückspiegel!“
Vielleicht kennst Du ihn schon.
Meistens hat er noch diese kleine Ergänzung: „Und das aus gutem Grund!“
Ich finde, dieser Spruch eignet sich ausgezeichnet für den Tu-Es-Day-Impuls kurz vorm Jahreswechsel.
Bei der Gelegenheit: Ich wünsche Dir und Deinen Lieben alles Gute für das neue Jahr.
Aber zurück zur Windschutzscheibe, dem Rückspiegel, dem guten Grund des Größenunterschiedes und dem Impuls am Tu-Es-Day.
Wofür ist der Rückspiegel beim Autofahren gedacht und wofür benutzt Du ihn?
Überholen – Einparken – Ausparken –Sind noch alle da, wenn Du Kolonne fährst? – Sitzt die Frisur? –
Werde ich verfolgt? - Was machen die Passagiere auf der Rückbank?
Du wirst mir zustimmen, wenn ich behaupte, wenn Du damit beschäftigt bist, nicht im Blick haben kannst,
was gerade passiert und vor Dir liegt.
Wenn ich ausschließlich in den Rückspiegel schauen würde – ich bin sicher, ich könnte zusätzlich die Spur nicht halten.
Erst recht nicht, wenn ich mich zusätzlich mehr als eine Sekunde umdrehe.
Vielleicht bin ich nur ein schlechter Autofahrer und Dir könnte das nicht passieren.
Wenn Du unterwegs bist – nicht mit dem Auto - sondern im Leben, wohin geht Deine Aufmerksamkeit?
Schaust Du mehr auf das, was kommt, was vor Dir liegt? Oder schaust Du mehr auf das, was war?
Oder – und das ist keine Beleidigung – schielst Du?
Im Rückspiegel siehst Du nur die Vergangenheit. Schlechtes, Belangloses und Schönes.
Alles hatte seine Bedeutung, weil es zu Deiner Reise und zu Dir gehört.
Ohne das, was im Rückspiegel zu sehen ist, wärest Du nicht da, wo Du heute bist. Du hast Erfahrungen gemacht, gelernt.
Manche Dinge sind es wert zu wiederholen, manches solltest Du vielleicht nicht noch einmal machen, manches leicht oder stark verändern.
Grundsätzlich hat sich die Natur aber etwas dabei gedacht, dass Deine Augen vorne im Kopf sind. Die Autoindustrie hat das erkannt.
Deshalb ist auch die Windschutzscheibe vorne.
Damit Du sehen kannst, was vor Dir liegt.
Ach, und nicht zu vergessen, da ist ja auch noch dieses runde Etwas, mit dem Du steuern kannst.
Und diese Pedale, mit denen Du das Tempo bestimmen kannst. Und auch mal anhalten, wenn Du müde bist oder die Orientierung verloren hast. Vielleicht auch dann, wenn Du an eine Kreuzung kommst und Du Dich entscheiden musst, welchen Weg Du einschlägst.
Natürlich ist es wichtig, auch mal nach hinten zu schauen.
Auch dafür hältst Du aber am besten an. Dann kannst Du auch alles sehen.
Der Rückspiegel ist zu klein und liefert nur einen Ausschnitt.
Danach kann Deine Reise weitergehen, nach vorne.
Vielleicht startest Du so ins Neue Jahr, Deine Zukunft. Es gibt viel Neues zu entdecken.
VORNE!
© Hans Lunkeit
Apropos Entscheidungen treffen. Ich habe mich entschieden, die Straße des „Tu-Es-Day-Impulses“ für ein Weilchen zu verlassen. Das hab‘ ich schon einmal gemacht und bin abgebogen. Auf dem Weg ist das Buch „Glück im Hans“ mit 52 Kurzgeschichten entstanden. Im Rückspiegel betrachtet eine schöne Reise.
Den Namen des neuen Weges kann ich noch nicht genau erkennen. Das Straßenschild ist noch etwas diffus. Momentan sieht es nach
„Zum Glück gibt‘s Geschichten“ aus. Eines ist sicher: Ich reise auch diesen Weg nicht allein. Der Corgi namens Hans wird wieder mein Gefährte sein.
Wie lange es dauern wird? Ein paar Monate bestimmt. Ich sag‘ Bescheid, wenn der Reisebericht fertig ist.
P.S.
Zur Überbrückung der Zwischenzeit findest Du am Tu-Es-Day eine Impulsgeschichte aus "Glück im Hans".