TU-ES-DAY

Es ist Dienstag und es ist TU-ES-DAY

Grundsätzlich ist jeder Tag ein guter Tag, um mal etwas für sich zu tun, etwas Neues auszuprobieren.

 

Aber ganz ehrlich: Wer steht schon jeden Morgen auf und denkt: "Heute probier´ ich etwas Neues aus und mach´ mal etwas ganz für mich!"?

Und nochmal ganz ehrlich: Ich auch nicht.

 

Wir brauchen Impulse, die uns dazu bringen.

Vielleicht ist der erste Blick aus dem Fenster, der uns anregt, ein Artikel in der Zeitung oder ein Beitrag im Radio.

Und ab jetzt jeden Dienstag hier an dieser Stelle am 

TU-ES-DAY!

 

Ältere Impulse der vergangenen Wochen findest Du im                                         Impulsarchiv

TU-ES-DAY, 15.09.2020

Autopiloten

 

Als Autopilot wird eine automatische, üblicherweise programmierbare Steuerungsanlage bezeichnet, welche Fortbewegungsmittel auf Wunsch automatisch lenkt, ohne dass Menschen, während der Autopilot aktiv ist, in die Steuerung eingreifen müssen. In der Regel handelt es sich um einen Computer, der Umgebungsinformationen von den Instrumenten des Fortbewegungsmittels verarbeitet, um zu ermitteln, wie das Fortbewegungsmittel gesteuert werden soll.

Falls es zu Schwierigkeiten kommen sollte, werden optische oder akustische Warnsignale gegeben. (Quelle: Wikipedia)

 

Wir Menschen haben diese Autopiloten erfunden und programmiert, um uns das Leben zu erleichtern.

Wir haben aber schon immer welche in uns gehabt, haben sie immer noch und überlassen ihnen die Steuerung unseres Verhaltens.

Das ist vielfach äußerst praktisch. Stell Dir bitte vor, Du müsstest immer neu überlegen, wie Du morgens aufstehst, wie Du gehst, Auto fährst, Deinen Job machst usw., usw.

Unsere inneren Autopiloten helfen uns, uns zurecht zu finden, auch erfolgreich zu sein. Und wenn wir erfolgreich sind, freuen wir uns und hinterfragen die Funktionalität unserer Autopiloten nicht.

Bei Misserfolgen allerdings auch nicht. Wenn IMMER das Gleiche passiert, wir IMMER in bestimmte Situationen kommen, IMMER das gleiche Ergebnis herauskommt, dann steht unsere Bewertung relativ schnell fest: Das war halt Pech, die Anderen oder die Rahmenbedingungen sind schuld, das ist eben Schicksal, da kann man nichts machen.

Das ist allerdings genau der Punkt, um einmal inne zu halten und Dich selbst zu hinterfragen.

War da womöglich ein innerer Autopilot am Werk? Wenn ja, welcher? Hast Du ihn selbst programmiert oder ist er im Laufe Deiner Sozialisation von anderen programmiert worden und Du hast es gar nicht bemerkt?

Es sind die Werte, die Dir vermittelt wurden und auch die Überzeugungen, Prinzipien und Glaubenssätze, die Dich automatisch steuern. Und Du übernimmst sie oder lehnst sie auch ab. Egal, wie Du Dich entscheidest, Deine Werte und Überzeugungen funktionieren wie Autopiloten.

Ein Beispiel vielleicht!?

Lange Zeit in meinem Leben war mein Konfliktverhalten von Vermeidung, Verdrängung und Nachgeben geprägt. Das war prima Autopilot. Für alle anderen. Ich entschied mich, das zu ändern und bei der Lösungssuche entdeckte ich einen dieser Autopiloten in mir. Meine Mutter hatte ihn mir als Kind „geschenkt“. Sein Name?

„Der Klügere gibt nach“.

Ich bin meiner Mutter nicht böse. Sie hatte es- wie immer - gut gemeint.

Ich habe diesen Autopiloten dann ausgeschaltet, ihn allerdings NICHT durch einen neuen, wie vielleicht „Der Klügere setzt sich durch“ ersetzt.

Ich bin zur manuellen Steuerung übergegangen. Das ermöglicht ein differenziertes und situatives Handeln. Dadurch ist es möglich, alle Verhaltensmuster in Konflikten zu nutzen. Ich kann immer noch nachgeben, wenn es Sinn macht. Die manuelle Steuerung ermöglicht aber auch Durchsetzen, Kooperieren oder gute Kompromisse einzugehen.

„Vermeiden“ vermeide ich.

Überprüf doch mal Dein Inneres auf wenig hilfreiche Autopiloten.

Sie zu finden ist ein guter erster Schritt, um etwas – nein, DICH zu ändern.

Die „manuelle Steuerung“ ist etwas anspruchsvoller und braucht ein wenig Mut.

Sie bedeutet ein Verlassen Deiner persönlichen Komfortzone.

Veränderung findet allerdings nur außerhalb der Komfortzone statt.

 

Es ist nicht sicher, ob die folgende Aussage tatsächlich von Albert Einstein stammt.

Sie wird ihm aber vielfach zugeschrieben und passt gut zu ihm.

 

"Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten!"